Burg Sola

Koordinaten 725426 207546
Koordinaten 725426 207546

 

«Unmittelbar oberhalb des Dörfchens Sool, zeigt sich ein kegelförmiger, mit Bäumen und Buschwerk bewachsener Hügel, der Schlosshügel. Auf der Spitze dieses Hügels, stand die Burg Sola.

Ihr Mauerwerk ist fast gänzlich verschwunden, während Teile des Burggrabens noch sichtbar geblieben sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dieser Burg sassen Edelknechte, deren Wappen ein Thor mit einer Sonne war.

Das Seckinger Urbar sagt, sie sei durch Absterben Knecht Konrads von Sole, des Letzten des Stammes, wieder an das Gotteshaus gefallen, und darauf habe man sie abgehen lassen.

Nach Aegidius Tschudi (Chronicon) dagegen fiel sie, als Besitzthum der Freiherren von Schwanden im Jahre 1298 durch Österreich

So schreibt Oswald Heer im Jahre 1846 über die Burg Sola.

 

In den Jahren 1927–29 liess der Historische Verein des Kantons Glarus, auf dem Sooler Burghügel Grabungen vornehmen. Die Anstrengungen lohnten sich. Unter dem Schutt stiess man auf das stattliche Fundament eines Turmes im Ausmass von 15 auf 24 Meter. Die zwei Meter dicken Aussenmauern umfassten fünf Räume. Sola gehörte zur Art mittelalterlicher Anlagen, bei denen Bergfried und Palas in einem Gebäude vereinigt waren. Den Wohnturm umgab wahrscheinlich eine Ringmauer mit Wehrgang. Auf der südlichen und der westlichen Seite war die Anlage durch einen Burggraben geschützt, während ein natürlicher Geländeeinschnitt den Zugang von Osten erschwerte.

In den Mauerüberresten machte man einige Funde: Ofenkacheln aus dem 13. Jahrhundert, ein Truhenschlüsselchen, ein Hufeisenstück, eine 25 cm lange Eisennadel, Teile eines Dolchmessers und Bruchstücke von Kochtöpfen. Sie werden heute im Freulerpalast aufbewahrt.

Über die Bewohner der Burg lässt sich nichts mit Sicherheit sagen, war doch die Burg zu Zeiten bewohnt, aus denen nur sehr spärliche schriftliche Berichte vorhanden sind. Sicher ist, dass die Burg am Ende des 13. Jahrhunderts endgültig verlassen wurde und von da an zerfiel.

 

Als 1715 ein Teil des Dorfes Sool abbrannte, verwendete man Steinmaterial der Burg für den Wiederaufbau. So stehen heute wohl etliche Sooler Häuser auf Fundamenten, deren Steine vor über 800 Jahren zum Bau der Burg Sola gedient hatten.

(Quelle: Glarner Heimatbuch, Text von Fridolin Baumgartner)

 

 

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